Flüsse, die sich sonst beschaulich durch ihr Flussbett schlängeln, können zu einer großen Bedrohung werden. Besonders wenn viel Regen niederkommt oder der Schnee in den Bergen schnell schmilzt, schwillt der Fluss an und kann ganze Landstriche überschwemmen. Eine Katastrophe für die Bewohner. Viele Häuser werden unter Wasser gesetzt. Es gibt keine Möglichkeit die Wassermassen aufzuhalten. Das ganze Ausmaß wird erst dann sichtbar, wenn die Wassermassen wieder zurückgehen. Zurück bleiben durchnässte Häuser, nasse Denkmäler und denkmalgeschützte Gebäude. Um die Bausubstanz zu erhalten, muss jetzt schnell gehandelt werden. Wie aber bekommt man so viel Feuchtigkeit ohne Baumaßnahmen und horrende Kosten wieder aus dem Mauerwerk?

Zuverlässige Hilfe bei Mauertrockenlegungen durch das Drymat® System

Gerade von dort, wo in den letzten Jahren in Deutschland Hochwasser immer wieder verheerende Schäden hinterlassen hat, kommt jetzt Hilfe. Von dort nämlich kommt ein kleines Kästchen, das Großes bewirken kann. Dieses Steuerungsgerät wird einfach im Gebäude mittels zusätzlich gesetzter Anoden und Kathoden installiert, ohne kostspielige Bauarbeiten. Damit und durch ein schwaches elektrisches Feld verschwindet dann die Nässe nach und nach aus dem Gemäuer. Kontinuierlich trocknet so der Wasserschaden vollständig aus.

Das Drymat® System wurde von Elektronikfirmen in Chemnitz und Leipzig entwickelt. Betreiber war Frank Lindner, der Geschäftsführer der Firma Drymat® in Niederwiesa. Seit 1997 ist das Unternehmen mit Mauertrockenlegungen beschäftigt und hat das System kontinuierlich weiterentwickelt. Selbst historische Bauwerke im Ausland werden bereits mit dem Drymat® Konzept wieder getrocknet. Ein stetig wachsender Kundenstamm ist das Resultat. Hochwasseropfer sind ein Klientel. Oft trifft es diese Menschen nicht nur einmal, da sie in einem gefährdeten Bereich leben. Immense Kosten kann sich dort niemand leisten. Und das gleich mehrere Jahre hintereinander.

Leider ist es so, dass das Mauerwerk wie ein Schwamm arbeitet. Es zieht so viel Wasser an, wie nur möglich. Dann kann  ein flexibles System, wie das von Lindner helfen, um wieder trockenen Wohnraum zu erhalten. Dabei werden Schäden am Gebäude durch mechanische Baumaßnahmen vermieden. Das schwach elektrische Feld, das im Haus nach dem Wassereinbruch verlegt wird, erfasst alle Mauern gleichzeitig. Das beinhaltet auch Bereiche, die normalerweise nicht oder schwer zugänglich sind. Bei anderen Systemen müsste man diese Bereiche erst freilegen. Das verursacht weitere hohe Kosten.

So funktioniert das Drymat® System im Detail

Ein aufgebautes, schwaches, gesteuertes Gleichstromfeld sorgt für eine Veränderung der Potenziale des Wassers im Mauerwerk. Dadurch wird das Wasser wieder unter das Haus gebracht. Das geschieht auf natürliche Art und verhindert eine schnelle „Übertrocknung“, wie das bei Heizgeräten der Fall ist. Die natürliche Feuchte und somit auch die Bausubstanz bleiben erhalten. Die Austrocknung dauert daher auch etwas länger als bei anderen Systemen mit Thermik, ist für das Gebäude aber bedeutend schonender. So kann die Trocknung nach einem Hochwasser bis zu zwei oder gar drei Jahren dauern. Es gibt sicher andere Methoden, die schneller gehen. Sie sind allerdings nicht immer geeignet, um auch die Bausubstanz zu schonen. Außerdem sind die Kosten meist höher. Mit dem Drymat® System lassen sich bis zu 70 Prozent davon einsparen.